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AKTUELLES
 

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Versteigerung der LandFrauen-Hühner

Am 8. Oktober 2011 war nun der große Tag, an dem die 120 Hühnerskulpturen der LandFrauen aus Schleswig-Holstein unter den Hammer kamen. Dieser bunte Hühnerhaufen der LandFrauen hat sich auf der Landesgartenschau als echtes Highlight entpuppt. Sie wurden von rund 145 Ortsvereinen zum Teil in monatelanger Arbeit aus unterschiedlichsten Materialien geschaffen, wie Metall, Holz, Fugenmasse, Knöpfe, etc.


 



 

Die Tangstedter LandFrauen unterstützten – teilweise in Schwerstarbeit – die Versteigerung. Ab morgens 7.00 Uhr buddelten sie u. a. die Skulpturen mit aus zum Transport zur Waldbühne und assistierten den Moderatoren.


 

Rund 500 Menschen kamen zum Areal der Waldbühne, ausgestattet mit Bieternummer, Regenschirm und fröhlicher Stimmung.


 
 

Für Carlo von Tiedemann als Auktionator war die honorarfreie Unterstützung eine Selbstverständlichkeit. „Wenn ich weiß, dass 120 Hühner anwesend sind, dann komme ich doch!“ lautete sein Kommentar. Den zweiten Teil der Versteigerung übernahm der NDR-Fernsehgärtner John Langley. Beide brachten ihren ganzen Charme auf und motivierten die Zuschauer, sich immer weiter zu überbieten.


 
 

Das Resultat war eine Summe von über € 11.500,-, die an die Gesundheitsaktion der LandFrauen „Zurück ins Leben – Wege aus der Depression“ geht. Marga Trede, Präsidentin des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein, erklärte: „Wir sind überwältigt von dieser Summe. Selbst Hühner, die schon ein wenig in der Mauser sind, gingen noch gegen gutes Geld weg“.


 
   
   



 

Das „Verrückte Huhn“ der LandFrauen aus Schönkirchen erzielte den höchsten Preis mit € 325,-. Es war eines der kleinsten Exemplare (Foto links). Huhnigunde von Gagga, das Tangstedter Huhn (Foto rechts), konnte sich mit einem Erlös von € 230,- gut sehen lassen.

Eine tolle Aktion der LandFrauen war das, fand ein Bieter, und sprach damit vielen aus der Seele. Der Regen hielt sich in Grenzen und wechselte sich mit strahlender Sonne ab.


"Mein wunderbarer Kleiderschrank"

Am 15.09.2011 war Topstylist und Visagist Björn Donner aus Oering zu Gast in der Tangstedter Mühle mit dem Thema „Mein wunderbarer Kleiderschrank“. Björn Donner, ein international ausgebildeter Stylist, bekannt aus Film- und Fernsehproduktionen, betreibt in Oering in einem ausgebauten Stallgebäude einen modernen Friseursalon, der weit über die Grenzen hinaus Bekanntheit erlangte.

Er ließ es sich nicht nehmen, jede der Teilnehmerinnen mit Handschlag zu begrüßen, was sehr zur Lockerung beitrug.


 
   
   



 

Bevor ein Imbiss gereicht wurde, begrüßte Renate Jank, 1. Vorsitzende, die Teilnehmer, gefolgt von Uschi Meier, die die Organisation dieses Abends innehatte. Na und dann kam Björn Donner!


 
     
     



 

Sein Rat an die LandFrauen in punkto „Kleiderschrank“ ist folgender:
Lassen Sie los! Alles was länger als ein Jahr ungetragen im Schrank hängt, kann aussortiert werden (vorerst vielleicht in den Keller). Bleiben Sie Ihrem Typ treu. Vermeiden Sie Fehlkäufe durch „Mitmachen der Mode“.

Bringen Sie Ordnung in Ihren Kleiderschrank, in dem Sie alles farblich sortieren und möglichst passende Kombinationen zusammenhängen. Schuhe am Besten in Kartons lagern und mit einem Foto des Inhalts versehen. In einer ruhigen Minute sollten Sie die passenden Kombinationen zusammenstellen und sich damit fotografieren. So entfällt bestimmt der Stress „Qual der Wahl“ vor Ihrem nächsten Event.


 

Passende Kleidung trägt dazu bei, dass wir uns wohl fühlen und einen guten Eindruck hinterlassen. Die harmonische Gesamterscheinung weckt Interesse! Um seinen eigenen Stil zu finden und zur Geltung zu bringen, muss man natürlich wissen, welche Farben die Vorteilhaftesten sind.


 
 

Um diese Frage für die Teilnehmer zu beantworten, unterzog Björn Donner alle LandFrauen einer persönlichen, ausführlichen Analyse.


 
       
       
       



 

Am Ende wusste jede Frau, ob sie zum Typ „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“ oder „Winter“ gehört. So kann jede ihren eigenen Stil finden.

Die nachfolgende Farbpalette zeigt Farben, die der Frühlingstyp tragen sollte.



 
 



 

Vermeiden sollte er: Schwarz, Weiß, Pink, Weinrot und Silber.

Die nachfolgende Farbpalette zeigt Farben, die der Sommertyp tragen sollte.


 



 

Vermeiden sollte er: Schwarz, Weiß, Orange und Gold.

Die nachfolgende Farbpalette zeigt Farben, die der Herbsttyp tragen sollte.



 



 

Vermeiden sollte er: Schwarz, Weiß, Grau, Pink und Marineblau.

Die nachfolgende Farbpalette zeigt Farben, die der Wintertyp tragen sollte.



 



 

Vermeiden sollte er: Beige, Braun, Orange und Gold.

Darüber hinaus schlug er vor, vielleicht eine Kleiderbörse zu organisieren, um die sicher vorhanden Fehlkäufe eventuell an die entsprechende Frau zu bringen.

Nach gut vier Stunden und reichlich Applaus bedankten wir uns bei einem sympathischen Stylisten, der uns einen wunderbaren Abend mit einem „wunderbaren Kleiderschrank“ bescherte.


LandFrauen fordern im CASINO das Glück heraus!

Am 24.08.2011 machten sich 48 LandFrauen auf die Fahrt zum Karls Erlebnishof in Warnsdorf zum Bummeln, Stöbern und Essen. Es war ein für dieses Jahr herrlicher Sommertag, der uns den Zeitplan ändern ließ, und uns vielmehr zum Flanieren auf der Promenade in Travemünde einlud.


 

Im Bus zogen wir uns um und gaben uns den letzten „Pep“.


 
 

Dann ging es ins Casino. Mit einem Begrüßungsdrink wurden wir empfangen, bevor wir eine 45-minütige Spielerklärung an zwei Roulett- und einem Black Jack-Tisch erhielten.


 
 

Eingeschlossen in unser Gruppen-Arrangement war ein erstes Spielkapital mit Jetons im Wert von € 20,--. Nun lag es an uns, das Glück herauszufordern. Und Fortuna war einer Reihe unserer Damen hold, was natürlich die Begeisterung und das Aha-Erlebnis unterstützte.


 
   
   



 

Erst waren die Rouletttische umlagert, doch nach und nach zog es viele zum Black Jack-Tisch hin, einfacher zu verstehen als 17 + 4. Die Aufregung ließ viele Hände feucht werden. Ein superschnelles Spiel mit kribbelnder Spannung. Das Black-Jack-Spiel kann man selber mehr beeinflussen als Roulette, wenn auch ebenfalls mit Risiko.

Ehrlicherweise müssen wir sagen, dass die Croupiers sehr großzügig waren, nur wir LandFrauen waren am Black Jack-Tisch, was sie sonst mit Sicherheit nicht können. Immerhin haben viele von uns mehr als zwei Stunden Aufregung, Spannung und wechselseitiges Glück erlebt, und haben mit € +/- Null einen abwechselungsreichen und bedeutsamen Abend erlebt. Denn ein Erlebnis war es alle mal.


 
   
   



 

In ausgelassener Stimmung brachte uns der Bus nach Tangstedt zurück.


Fahrradtour zum Hamburger Flughafen

1. Juli 2011

Der Himmel war bewölkt, als 32 Fahrradfahrerinnen vom Gemeindezentrum in Tangstedt auf die Tour zum Hamburger Flughafen starteten, ausgestattet mit entsprechenden Warnwesten.


 
   
   



 

Vorerst ging es durch den Tangstedter Forst und das Wittmoor, bevor das Naturschutzgebiet Raakmoor, das mit seinen 18 ha zu den kleinsten der Hansestadt gehört, voll durchradelt wurde bis zur Flughafenstraße.


 

Nun war es nicht mehr weit bis zum Terminal I, wo uns 7 Nichtradler erwarteten.
Nach einem schmackhaften Mittagessen im Mercato direkt vor der Aussichtsterrasse begaben wir uns zur Modellschau und Vorfeld-Rundfahrt mit einem umfangreichen Sicherheits-Check.


 
 
   
   



 

Auf der Modellschau erfuhren wir alles Wissenswerte rund um den Flugbetrieb, das Flughafengelände und über die Entstehung des Flughafens aus der Zeit der Zeppeline. Mit dem Modell im Maßstab 1:500 erlebten wir einen detailgetreuen Überblick über das gesamte Flughafengelände. 8.000 Leuchtdioden verwandelten die Modellanlage in ein Lichtermeer und ließen alle Einzelheiten in der Nachtansicht erstrahlen. Höhepunkt jedoch waren die Starts und Landungen der Modellflugzeuge. Der Mitarbeiter des Besucherdienstes führte unterhaltsam, interessant und sehr fröhlich durch das Programm.


 

So ging es auch zur Vorfeldrundfahrt mit einem aufregenden Blick hinter die Kulissen von Norddeutschlands größtem Flughafen, der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird.


 
 

Beeindruckend war der Start der Boing 777 300 ER, ein zweistrahliges Großraum-Langstreckenflugzeug der arabischen Fluggesellschaft Emirates und das zurzeit größte der Welt; mit 380 Plätzen, aufgeteilt in 14 Firstclass, 46 Business und 320 „Bretterklasse“. Es war ergreifend. „Stellen Sie sich vor“, sagte unser Flughafen-Begleiter, „da rauschen 360.000 Pferde gen Himmel“.


 
 

Dagegen flachten andere Starts und Landungen kleinerer Flugzeuge ab. Es waren großartig informative und überaus interessante zwei Stunden.


 
 

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen ging die Rückfahrt entlang des Flughafens durch das Rothsteinsmoor, Hamburgs neuestes Naturschutzgebiet, bis zum Krohnstieg und dann entlang der Tarpenbek. Bevor wir wieder den Tangstedter Forst erreichten, radelten wir durch einen Teil des Norderstedter „Rundweg der Klänge“. In Abständen von einigen hundert Metern kann man insgesamt 13 Klangobjekte, darunter das Echospiel oder die Pfeifenwippe, passieren.


 
   
   



 

Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Es war ein einmalig erlebnisreicher Tag und allen Organisatorinnen gebührt Dank.


LandFrauenReise auf die Insel Rügen

19. – 24. Juni 2011

Froh gelaunt starteten 37 LandFrauen zum Ostseebad Binz. Das größte Seebad der Insel Rügen liegt an einer seiner schönsten Buchten, der Prorer Wiek.


 
   
   



 

Auf einer Raststätte an der A20 ließen wir uns das bereits berühmte, herzhafte Frühstück schmecken. Ebenfalls traditionsgemäß rauchten anschließend die Köpfe beim 25-Fragen-Quiz à la Pilawa.

Vorbei an Rostock über die Inselkette Zingst-Darß-Fischland hatten wir unseren ersten Aufenthalt im schönen Ostseebad Zingst bevor wir das ****-Hotel LOEV in Binz erreichten, errichtet in der berühmten Bäderarchitektur.


 



 

Binz hat sich zu einem mondänen Seebad entwickelt. Die Fußgängerzone mit Strandpromenade luden zum Flanieren, Bummeln, Shoppen und einfach Genießen ein; ebenso die Straßencafés bei Tag und des Abends. Ein Gang über die Seebrücke, nur 50 m von unserem Hotel entfernt, verbreitete Ruhe und ließ den Blick auf den mehr als 5 km langen weißen Sandstrand schweifen.


 
     
     



 

Die exklusive Lage des Hotels brachte es mit sich, dass der Ortskern von 10 – 16 Uhr für Busse gesperrt ist. Die Hotelzimmer sind komfortabel, großzügig und hell. Jeder Tag begann mit einem umfangreichen Frühstücksbüffet und endete mit einem exzellenten 3-Gänge-Menü, für Augen und Gaumen ein Genuss. Der Service war perfekt.


 



 

Am zweiten Tag erwartete uns eine ganztägige Rundfahrt über die Insel, die wir in ihrer vollen landschaftlichen Schönheit erleben konnten. Begleitet wurden wir von der gut informierten Reiseleiterin Abi. Malerische Mohn- und Kornblumen umsäumten die Getreidefelder.


 
 

Das nördlichste Ziel war Kap Arkona, eine 45 m hohe aus Kreide und Geschiebemergel bestehende Steilküste auf der Halbinsel Wittow mit einem herrlichen Ausblick


 
 
   
   



 

Vom großen Parkplatz vor der Gemeinde Putgarten fuhren wir mit der Kap Arkona Bahn bis nach Vitt.


 

Nach dem Genuss von leckeren Fischbrötchen ging es für die meisten zu Fuß den 1,2 km Wanderweg bis zu den Leuchttürmen und von dort mit der Bahn zurück zum Bus.


 
 



 

Bevor wir am nächsten Morgen nach Sassnitz fuhren, überraschten wir unser Geburtstagskind Grete mit einem Ständchen.


 

In Ralswiek besichtigten wir die Naturbühne der Störtebeker Festspiele und erreichten pünktlich unser Schiff „Nordwind“, das mit uns zu den Kreidefelsen bei schönem Wetter in See stach.


 
 
     
     



 

Mit ihrem 118 m hohen „Königsstuhl“ und der „Victoria-Sicht“ bieten diese einen eindrucksvollen Anblick. Beide erhielten ihre Namen nach dem 1865 erfolgten Besuch von Wilhelm I und seiner Schwiegertochter Victoria.


 
   
   



 

Für den Mittwoch stand der Besuch der Insel Hiddensee auf dem Plan. Bei wiederum schönstem Sonnenschein brachte uns das Fährschiff von Schaprode auf die Insel nach Vitte, wo bereits die Kutschen auf uns warteten.


 
   
   



 
   
   



 

Die autofreie Insel bezaubert die Besucher mit abwechslungsreichen Küsten, Wäldern, Heide- und Wiesenlandschaften. Beeindruckend die Inselkirche aus der Zeit des Zisterzienserklosters und somit das älteste Gebäude. Die Kirchendecke ist himmelblau, überstreut mit großen und kleinen Rosen, bekannt als „Hiddenseer Rosenhimmel“. Von Kloster aus ging es zurück nach Schaprode.


 
   
   



 

Natürlich durfte auch eine Fahrt mit dem „Rasenden Roland“ nicht fehlen, die wir am nächsten Vormittag von Putbus nach Baabe erlebten. Es ist eine historische Schmalspurbahn mit liebevoll restaurierten Waggons aus der Zeit der Jahrhundertwende. In Göhren verbrachten wir unsere Mittagszeit und schlenderten bis zur Seebrücke, fuhren bis zur südöstlichen Spitze nach Thiessow und gingen am Nachmittag bummeln und shoppen in Sellin.


 



 
       
       



 

Es war der letzte Tag in Binz, den wir mit einem gemütlichen Abend beendeten. Dieser begann mit der Preisverleihung des Quiz vom Anreisetag. Zum ersten Mal hatten wir einen 1. Platz mit allen richtigen 25 Fragen und zwei mit 24. Einige vorgetragene Sketche und Geschichten trugen zur Unterhaltung und einem sehr fröhlichen Abend bei.


 
 
   
   



 

Pünktlich um 8.45 Uhr wurden am nächsten Morgen unsere Koffer verladen und wir machten uns auf den Weg in die Hansestadt Stralsund, in der eine interessante Altstadtführung erfolgte. Neben Lübeck war Stralsund im 14. Jh. die bedeutendste Stadt im gesamten Ostseeraum.


 
     
     



 

Von dieser Blütezeit zeugen stattliche Bürgerhäuser, die uns durch die vielen engen Gassen sofort auffielen. Die unterschiedlichen Giebelformen im gotischen und barocken Stil waren beeindruckend. Ebenso die besichtigten Kirchen St. Marien und St. Nikolai


 
   
   



 

Zurück zum Bus erwartete uns ein Imbiss mit Würstchen, frischem Brot, Mettwurst und Käse. Doch dann kam der Sturzregen und alles wurde in den Bus verlegt. Wir parkten am Hafen, direkt vor der Gorch-Fock I, deren Geschichte uns ebenfalls nahe gebracht wurde.


 
   
   



 

Die Weiterfahrt erfolgte mit Aufenthalt im Karls Erlebnis-Dorf (Bauernscheune) in Rövershagen, bevor wir glücklich gegen 18.30 Uhr Tangstedt erreichten.

Eine schöne Reise mit einem abwechslungsreichen Reiseverlauf ging zu Ende. Wir haben viel gesehen, gehört und alles ohne Hetze. Renate Jank dankten allen Reiseteilnehmern, die zu dieser harmonischen Reise beigetragen haben.


 

Ein besonderes Lob gehört unserem Busfahrer Sebastian, der seinen 52-Bus butterweich und umsichtig durch die Gegend lenkte, immer gut gelaunt, pünktlich und zuvorkommend.

Es waren sechs Tage, die wir so schnell nicht vergessen werden.


 

Diavortrag am 8. Juni 2011

Zum Diavortrag „Pilgern auf dem Jakobsweg“ mit Pilger Wilfried Petersen aus Klixbüll am 8. Juni 2011 in der Tangstedter Mühle konnte die 1. Vorsitzende Renate Jank rund 60 LandFrauen begrüßen.


 
 
   
   



 



 

Der Vortrag war ein faszinierendes Erlebnis. Er erstreckte sich auf die letzten 800 km von St. Jean Pied de Port, Frankreich über Pamplona, Burgos und Leon nach Santiago die Compostela, Spanien. Für Wilfried Petersen war es ein Wechselbad der Gefühle.
Das Buch von Paulo Ceolho „Auf dem Jakobsweg“ erhielt er von seiner jüngsten Tochter 2001 zu Weihnachten mit der Bemerkung: „Das ist was für Dich“. Das Buch hat ihn nicht mehr losgelassen, er musste diesen Weg gehen. 7 Wochen, seine Passionszeit, wie er es nannte, hatte er eingeplant. Einen Reiseführer, gute Wanderschuhe, einen selbst geschnitzten Wanderstock sowie das Nötigste packte er in einen Rücksack und machte sich auf den Weg.

Mit dem Zug in St. Jean Pied de Port angekommen, schnell zur Registrierung ins Anmeldebüro zur Entgegennahme der zwei lebensnotwendigsten Utensilien, die es auf dem Jakobsweg gibt. Einerseits den Pilgerpass mit genug Platz für viele Stempel der einzelnen Stationen und zweitens die Jakobsmuschel, die als Erkennungszeichen und treuer Wegbegleiter dient.

Neugier und Offenheit – Das sind die wichtigsten Voraussetzungen, die jemand mitbringen muss, der den Jakobsweg geht. Und natürlich ein bisschen Kondition, falls man es wirklich zu Fuß schaffen will. Was man auf diesem Weg sucht, das über das vordergründig Wahrnehmbare hinausgeht, ist möglicherweise noch gar nicht klar. Ist auch nicht erforderlich. Wo Neugier und Offenheit sind, werden wir manches finden, was wir gar nicht gesucht haben. Oder manches revidieren, was wir genau zu wissen glaubten.




 
   
   



 

Wochenlanges Gehen, bei Dauerregen, Unwetter oder brütender Hitze, mit schmerzenden Füßen und schwerem Gepäck, obwohl nur das Allernötigste – da kommt die Selbsterfahrung ganz von allein. Die Begegnungen und Gespräche mit den Menschen unterwegs war das Besondere dieser Erfahrung. So Wilfried Petersen mit seinen eigenen Worten.

Ein Bett zu bekommen war nie ein Problem, auch wenn es nur Notzelte waren. Je länger die zurückgelegte Strecke war, desto geringer wurden die Ansprüche.

Als bedeutend beschrieb er, dass ihm einige Menschen immer wieder begegneten, ohne sich verabredet zu haben, manchmal nach Tagen oder gar Wochen. Dazu gehörte eine Italienerin mit ihrem 8jährigen Sohn. Letzteren befreite er mit Franzbranntwein von seinen Krämpfen und wurde so zum geliebten „Opa Pipo“. Sie alle konnten in Santiago die Pilgerurkunde (die „compostela“) stolz in Empfang nehmen.

Es war ein interessanter, kurzweiliger Vortrag, sodass zwei Stunden wie im Fluge vergingen. Danke Wilfried Petersen.